east cosmos
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Reisebericht

COSMOS

east cosmos goes South Afrika

081118 | Peter Praunsmändtl

Ein Mitarbeiteraustausch der besonderen Art

Reisebericht von Gina Badde
(Servicemitarbeiterin coast by east)

Mit der Ankunft in Südafrika begann für uns alle ein Austausch ins Unbekannte. Mit gewissen Vorahnungen, jedoch ohne genaue Vorstellungen, wurden wir herzlich von einem Mitarbeiter der Grootbos-Familie am Flughafen von Kapstadt begrüßt und in Empfang genommen. Nach knapp 2 Stunden Aufenthalt in Südafrika kam der erste Wow-Effekt, gefolgt von vielen Weiteren. Um ehrlich zu sein, kann man es eher als eine 10-tägige Reise von nicht endenden Wow-Effekten beschreiben.

Angekommen im Resort und eingestellt auf Mitarbeiterunterkünfte, kam dann die nächste wahnsinnige Überraschung: Wir wurden in den Gästecottages der Gardenlodge untergebracht. Die Cottages sind unglaublich stilvoll und großzügig eingerichtet und mitten in die wunderschöne Natur des Feynbos integriert.

Nach der Begrüßung zeigte Clayton (unser Austauschkollege, der uns auch schon im east besuchte) uns das Gelände, brachte uns das Konzept näher und ist mit uns den Hospitationsplan für die kommende Woche durchgegangen.

Wir wurden anhand unserer Tätigkeiten im east cosmos in die Abteilungen der Küche, der Rezeption und des Restaurants eingeteilt.

Aufgrund dessen, dass wir in den Cottages wohnen durften und durch unsere Hospitation, hatten wir einen unvergleichbaren Einblick in das „Große und Ganze“. Wir haben erfahren was es heißt, Gast in einem der 100 besten Hotels weltweit zu sein und was es bedeutet, wenn jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird. Beispielsweise musste für Stammgäste kurzerhand eine Außendusche gebaut werden oder es wurde den Gästen bei kalten Abenden eine Wärmflasche ans Bett gereicht. Hier bleiben wahrlich keine Wünsche offen.

Durch den Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche und den Austausch untereinander, konnten wir ebenfalls sehr gute Eindrücke in die Organisation und Ausführung eines 5 Sterne Luxus Hotels gewinnen.

Das Grootbos Private Nature Resort ist 2500 Hektar groß, besteht aus 2 Haupthäusern, der Gardenlodge mit 11 Cottages und 2 Villen und der Forestlodge mit 15 Cottages. Grootbos kann maximal 100 Gäste beherbergen, bei dieser Auslastung kommen ca. 2 Mitarbeiter auf einen Gast. Aufgrund dieser Personaldichte kann in jeder Abteilung besonders individuell auf die einzelnen Wünsche der Gäste eingegangen werden, wie z.B. auf Allergien, Hochzeitstage oder sonstige spezielle Wünsche und Anlässe.

Die Rezeption verfasst nach jeder Schicht eine Übergabe mit Zusatzinformationen um den Bereichen Service, Küche, Management und Housekeeping zu jeder Zeit den persönlichen Service zu ermöglichen. Beispielsweise mit personalisierten Geschenken für die Kinder.

Mindestens genauso beindruckend ist, dass das Grootbos viel mehr als ein Hotel ist. Michael Lutzeyer, der Visionär und Gründer des Resorts, hat diverse soziale Projekte aufgebaut wie zum Beispiel die Football Foundation oder das Green Future Collage. Letzteres bildet die Bewohner der Umgebung zu Gärtnern aus.

Unbedingt zu erwähnen ist außerdem, dass das Resort eine eigene Farm unterhält. Dadurch ist es  möglich, dass 40% der im Resort verwerteten Lebensmittel aus eigener Produktion stammen. Ein paar Fakten: 1,5 Tonnen Nahrung werden jeden Monat an die hauseigenen Schweine verfüttert und die Grootbos Bienenstöcke produzieren 1,8 Tonnen Honig im Jahr.

Ein besonderer Aspekt in diesem Nature Reserve sind die zahlreichen Aktivitäten, welche die Gäste zum großen Teil kostenfrei mit ihren persönlichen Guides erleben dürfen.

Abschließend können wir sagen, dass dieser Austausch jeden von uns geprägt hat. Insbesondere in Hinsicht auf Themen wie z.B. den Umgang mit der Umwelt und der Natur. In Bezug auf den professionellen Service konnten wir beeindruckt feststellen, dass mit jeglichen Ressourcen mehr herausgeholt werden kann, als man sich zunächst vorstellen kann (kleiner Verweis auf die kurzerhand erbaute Außendusche). Trotz unterschiedlichster Konzepte konnten wir jede Menge voneinander lernen. Schließlich haben wir die gleichen Ziele, eine gesunde Umwelt und ein besonderes Erlebnis für unsere Gäste zu schaffen.