east Hotel
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Interview

EAST

Meine Ausbildung zum Hotelkaufmann

110918 | Peter Praunsmändtl

Von unserem Hotelkaufmann-Azubi Philip

Ausbildung im east Hotel

Sommer 2016 war es endlich geschafft. Nach zwölf anstrengenden und ereignisreichen Jahren machte ich endlich mein Abitur. Nun war ich bereit, für den Ernst des Lebens. Dachte ich jedenfalls. In der Schule lernt man zwar vieles übers Rechnen von Matheaufgaben und dem Schreiben von Interpretationen, doch weiß man nie so wirklich, was einem besonders gut liegt oder wo drin man seine Stärken hat. So war auch ich einer von vielen Abiturienten, die nicht so recht wussten, was sie nach der Schule machen sollten. Aus diesem Grund arbeitete ich erst einmal für eine Mode Marke in einem großen Einkaufszentrum. In Laufe der Zeit stellte ich fest, dass es mir sehr viel Spaß macht, mit Menschen zusammen zu arbeiten und auf ihre Wünsche einzugehen. Ich lernte meine Stärken kennen und entschied für mich, dass eine praxisorientierte Ausbildung mir mehr Spaß machen wird, als ein strikt durchgeplantes Studium.

Auf das east Hotel wurde ich durch meine Eltern aufmerksam. Sie waren bereits mehrmals zu Gast im east essen und immer wieder von dem einzigartigen Design und der gekonnt lockeren Atmosphäre angetan. Das east Hotel verbindet ein einzigartiges Konzept aus Hotel und Gastronomie, entstanden in einer alten Eisengießerei mitten auf St. Pauli. Wo früher die alten Kohleöfen für das Eisen standen, können unsere Gäste heute Sushi und Sashimi, sowie Gerichte aus der euro-asiatischen Küche genießen und das in einer einzigartigen Location. Neben einem tollen Konzept bietet das east eine Vielzahl an spannenden Ausbildungsberufen. Eine davon ist die Ausbildung zum Hotelkaufmann. Für diese Ausbildung habe ich mich entschieden, weil sie das kaufmännische Arbeiten, mit dem spannenden Hotelalltag verbindet. Ich bewarb mich also und bekam kurz darauf eine Einladung für das Assessment-Center. Am Tag des Bewerbungsgespräches war ich anfangs sehr aufgeregt und nervös, nach einer kurzen Vorstellungsrunde und der angenehmen Atmosphäre, legte sich das aber schnell. Zum Abschluss gaben uns noch zwei Auszubildende des east Hotels eine Führung durch das ganze Hotel. Dabei hatten wir die Chance, ein paar persönliche Fragen zur Ausbildung und dem Alltag im Hotel zu stellen. Bereits ein paar Tage später saß ich im east mit unterschriebenem Vertrag in der Tasche.

Am 01.08.2017 begann  sie dann, meine Ausbildung zum Hotelkaufmann im east Hotel. Trotz der vielen Eindrücke und der neuen Umgebung legte sich meine Nervosität dank dem herzlichen Empfang. Man hat uns im east cosmos direkt willkommen geheißen und dafür nahm sich auch jeder sehr viel Zeit.

1st Stop: Buchhaltung

Meine erste Abteilung war die Buchhaltung, in der ich sofort in das Team aufgenommen wurde. Ich gewöhnte mich schnell an meine Kollegen und die neuen Aufgaben als Azubi. Diese waren hauptsächlich das schnelle Bearbeiten und wichtige Beantworten von Mails für unsere Gäste. Dabei gefiel mir sehr, dass ich bereits am Anfang meiner Ausbildung viel Verantwortung übernehmen durfte. Ich erstellte Rechnungen und verschickte sie an unsere Gäste, tätigte Abbuchungen oder forderte Rechnungen von unseren Lieferanten an. Bei diesen Aufgaben bedarf es viel Sorgfalt und Zuverlässigkeit. Anfänglich war ich sehr vorsichtig und hatte Angst Fehler zu machen. Ich merkte jedoch sehr schnell, dass ich das nötige Vertrauen meiner Ausbilder bekam und ich mich bei Fragen jederzeit an sie wenden konnte. Insgesamt zwölf Wochen war ich in der Buchhaltung tätig und lernte dabei Hotelabläufe und kaufmännische Hintergründe besser kennen.

2nd Stop: Housekeeping

Nach der Buchhaltung begann für mich die Zeit im Housekeeping. Man lernt in dieser Abteilung sehr viel über das Hotel und seine Mitarbeiter kennen. Ich verstand nun, welcher Mitarbeiter, für welche Bereiche zuständig ist und konnte so bei Anliegen, direkt den richtigen Ansprechpartner suchen. Auch hier wurde ich von allen sehr herzlich aufgenommen und unterstützt. Bei Problemen konnte ich immer die erfahreneren Azubis fragen oder Hilfe bei den Abteilungsleitern suchen. Während meiner täglichen Aufgaben im Housekeeping hatte ich auch den ersten persönlichen Kontakt mit unseren Hotelgästen. Es war für mich immer spannend, wer gerade die Tür öffnet, wenn ich am Zimmer vorsichtig klopfte. Auf jeden Gast musste man sich neu einstellen und ich lernte die verschiedensten Typen von Menschen kennen. Ich habe immer noch tolle Erinnerungen von sehr netten und dankbaren Gästen aus meiner Zeit im Housekeeping.

3rd Stop: Let’s organize a Christmasparty

Ein besonderes Highlight der Ausbildung im east Hotel ist die jährliche Planung der Weihnachtsfeier. Das Besondere an unserer Weihnachtsfeier ist, dass diese ausschließlich von uns Azubis, aus allen Outlets des east cosmos‘, geplant wird. Das Motto für die Weihnachtsfeier lautete „Maskenball“. Alle Bereiche, wie zum Beispiel Service, Küche, Dekoration, Eventplanung, Entertainment etc., mussten von uns Mitarbeitern abgedeckt werden. Dabei konnte jeder selbst entscheiden, für welches Aufgabengebiet er sich am meisten interessierte. Somit war jeder motiviert und es kamen tolle Ideen zustande. Ich habe mich mit vier weiteren Kollegen für den Bereich Marketing entschieden. Unsere Aufgabe war es, die Einladungskarten zu erstellen und für das Motto eine passende Dekoration zu finden. Hilfe bekamen wir von unserer Grafikdesignerin Lisa, die uns aufgrund ihrer Erfahrung und dem geübten Umgang mit Photoshop enorm weiterhelfen konnte. Auch die anderen Azubis konnten jederzeit bei erfahrenen Abteilungsleitern nach Hilfe fragen und sich Tipps und Tricks für eine tolle Party abholen. So viel lässt sich sagen, es war eine spektakuläre Veranstaltung. Alle Mitarbeiter aus allen Outlets kamen zusammen, um gemeinsam im east Hotel zu feiern. Die Stimmung war super und es wurde bis in die Nacht getanzt. Zwar verlangt eine so große Feier viel Organisation und Aufwand, jedoch ist es spannend die Verantwortung zu übernehmen und am Ende das Ergebnis zu sehen.

4th Stop: Berufsschule

Anfang des Jahres ging es für mich dann in die Berufsschule. Da wir die ersten zwei Schulblöcke mit den Systemgastronomen zusammen Unterricht hatten, sind die Fächer auf beide Berufsklassen zugeschnitten. Man erfährt dadurch viele unterschiedliche Arbeitsabläufe und schaut ein wenig über seinen eigenen Tellerrand hinaus. Das Tolle an unserer Berufsschule ist, dass viele der Lehrer selber in der Hotellerie oder Gastronomie gelernt haben und uns, neben dem theoretischen Wissen, viele nützliche und hilfreiche Tipps für unseren Berufsalltag geben können. Gleichzeitig lernte ich viele neue Freunde aus unterschiedlichsten Betrieben in ganz Hamburg kennen.

Dabei war es spannend seine positiven wie negativen Erfahrungen aus dem Hotelalltag auszutauschen und über lustigste Erlebnisse zu berichten.

5th Stop: Einkauf

Nach dem Berufsschulblock kam ich in den administrativen Einkauf. Ich merkte schnell wie wichtig diese Abteilung für das Hotel ist, denn ohne den Einkauf würde man den Überblick verlieren und Rechnungen seinen Lieferungen nicht mehr zuordnen können. Jeden Tag bekommen wir in allen unseren Outlets neue Ware von unseren hauseigenen Lieferanten. Der Einkauf kontrolliert dann, ob auch wirklich die Ware gekommen ist, die der Zulieferer uns berechnet. Da ich bereits in der Buchhaltung viele Einblicke in das Rechnungswesen bekam, verstand ich die Abläufe nun noch besser und erkannte, wie systematisch alles miteinander aufgebaut und verbunden ist. Mir hat besonders gut gefallen, dass ich viel Vertrauen von meinen Ausbildern bekam und wichtige Aufgaben selbständig erfüllen durfte. Ich wurde zu einem wichtigen Teil im Team.

6th Stop: Marketing

Endlich durfte ich meine Kreativität in der Marketingabteilung unter Beweis stellen. Gleich am ersten Tag bekam ich den Zugang für all unsere Social Media Accounts. Ich durfte auf Nachrichten von Gästen antworten und Beiträge für unseren News Feed erstellen. Vor allem die kreativen Aufgaben, wie das Schreiben von Texten oder dem Bearbeiten von Fotos machen mir sehr viel Spaß. Ich hatte bereits die Möglichkeit die Grundlagen von Photoshop zu erlernen und konnte mich im komplexen Programm ausprobieren. Das Erstellen vom Newsletter für unsere Gäste, gehörte ebenfalls zu meinen Aufgaben. Dafür durfte ich die Texte sowie das Design selber erstellen und es war ein tolles Gefühl, seinen fertigen Newsletter zu präsentieren.

Jetzt nach einem Jahr, blicke ich auf eine sehr aufregende und erlebnisreiche Zeit zurück. Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele nette tolle neue Leute kennen lerne. Kollegen wurden zu Freunden. Kein Tag gleicht dem Anderen. Jeder Gast ist verschieden und bringt neue Ansprüche und Wünsche mit sich. Ich freue mich, auch in den nächsten zwei Jahren meiner Ausbildung, einen Teil zum Wohl unserer Gäste beizutragen.