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Preis der großen Gastlichkeit – L’Art de Vivre

211014 | Redaktion

Der Wettbewerb „Preis der großen Gastlichkeit“

wurde 2010 ins Leben gerufen. Zur Fachjury 2014 gehörten: Hans Peter O. Breuer, Journalist; Ekkehart Cordes, L’Art de Vivre Partner und Prestige Sales Ambassador Moët Hennessy Deutschland GmbH, Bernhard Eck, Redakteur der AHGZ; Michael Frenzel, Vertreter der L’Art de Vivre Gourmet-Residenzen und Gastgeber im Hotel Palace Berlin; Alexander A. Kohnen, International Wine Institute, Hotelmeister, Trainer und Coach; Joachim Niermann, Vizepräsident L’Art de Vivre; Klaus Sieker, Präsident L’Art de Vivre; Gabriele Steinheuer, Vertreterin der L’Art de Vivre Gourmet-Residenzen, Steinheuers Restaurant Zur Alten Post; Karsten Wierig, Vertreter der L’Art de Vivre Gourmet-Residenzen und Gastgeber im Schlosshotel Münchhausen.

Martin Schmiedeberg, Final Teilnehmer am „Preis der großen Gastlichkeit“ am Montag 13.10. 2014 im Schlosshotel Münchhausen in Aerzen erzählt:

Ich habe zu Lina, unserer Restaurantleiterin, gesagt, dass ich an jedem Wettbewerb, der mir vorgeschlagen wird, teilnehmen werde. Einfach aus Interesse, das habe ich früher auch schon gemacht. Meine Fähigkeiten liegen genau in diesem Bereich, ich bin ein guter Gastgeber. Ich suche immer die Herausforderung für mich.

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Was musstest du dafür vorbereiten?

Für die Bewerbung musste ich zuerst eine Din A4 Seite schreiben, was ich mit großer Gastlichkeit verbinde. Man hat keine Liste bekommen, was dran kommt. Ich wusste von einem Therorietest, einem Weintasting und einem Teil „praktisches Arbeiten“.

Wir haben im east eine richtig gute Vorbereitung gemacht: Forellen filetiert, Hühner tranchiert und auch zu Hause geübt. Es war eine Auffrischung meiner Fähigkeiten. Über meine Bücher habe ich drüber geguckt, Wein, Aperitife, Digestife, Sherry, Portwein, Cognac etc. Rum wiederholt – dran gewesen ist letztlich etwas anderes.

Wie viele Bewerber gab es, wie funktioniert das Auswahlverfahren und wie lief das Finale ab?

In der Nähe von Hannover, in Aerzen, hat der Wettbewerb auf einem versteckten Gut, dem Schlosshotel Münchhausen, stattgefunden. Alle Teilnehmer waren zwischen 25 und 35 Jahre alt. Aus 150 Leuten wurden zehn für das Finale ausgewählt, einer davon war ich.

Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, zwei mal fünf Personen. Im theoretischen Teil hatte man 20 Fragen schriftlich zu beantworten, zu Wein und Speisen. Welche Weinanbaugebiete gibt es, also Geografie, verschiedene Austernarten, z.B. Felsenaustern, Spezialbestecke, Essensempfehlungen, was ist Fruktose, was sind Veganer.

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Im zweiten, praktischen Teil durften wir Wein probieren, einen Weißwein, einen Rotwein. Dabei mussten wir die Merkmale des Weines feststellen: Geruch, Farbe, Struktur, Mineralität, Rebsorte, Herkunftsland, von welchem Breitengrad; welches Jahr, welcher Abfüller. Dazu mussten wir eine Empfehlung für ein Essen aussprechen.

Beim ersten Wein, einem Riesling habe ich 100%ig getroffen, beim zweiten Wein habe ich mich leider vertan. Es war ein deutscher Dornfelder, im Barrique ausgebaut, den ich für einen Chianti Classico gehalten habe. Ich habe selten so guten deutschen Rotwein getrunken, der war wirklich sehr, sehr gut!

Weiter ging es mit einer persönlichen Vorstellung, einem Verkaufsgespräch in Englisch und einer Blindverkostung von Ruinart Champagner. Im Serviceteil haben die letzten sechs Teilnehmer für die Jury den Service am Tisch gemacht.

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Wer waren die anderen Teilnehmer?

Gewonnen hat Michael Heine vom Brenner’s Park Hotel in Baden-Baden. Der zweite Platz ging an Gina Cathrin Duesmann aus Keilings Restaurant in Bad Bentheim, Dritter wurde Nicolas Schmidt aus dem Hotel Adlon Kempinski in Berlin, dicht gefolgt von mir auf Platz vier. Die letzten sechs Teilnehmer lagen nur zwei Punkte auseinander – bei 300 Gesamtpunkten eine wirklich sehr knappe Entscheidung. Die Sieger erhielten von der Vereinigung L’Art de Vivre Geldprämien in Höhe von insgesamt 3.500 Euro sowie eine gläserne Preisskulptur plus Urkunde. Alle sechs Finalteilnehmer sind außerdem von S. Pellegrino/Acqua Panna Mineralwasser zu einem zweitägigen Gastronomieevent nach Ischgl eingeladen.

Du hast zwar nicht gewonnen, warst aber unter den sechs Besten im Finale. Was hast du mitgenommen?
Es war gut, seine Kenntnisse wieder aufzufrischen und eine großartige Erfahrung, hochrangige Persönlichkeiten wie Klaus Sieker und die anderen Juroren kennenzulernen.

Und ich habe gelernt, knapp zu verlieren!

Wie war das Verhältnis der Teilnehmer untereinander?
Das Verhältnis unter den Teilnehmern war sehr gut, wir hatten viel Spaß und Konkurrenzverhalten war trotz der Anspannung kaum zu spüren.

Martin, was genau machst du im east?
Ich habe vor etwas über einem Jahr als Chef de Rang, also als Stationskellner, im east angefangen. Kürzlich bin ich zum Serviceleiter im Spätdienst befördert worden. Es kommen neue Aufgaben und Verantwortungsbereiche hinzu, z.B. die Azubieinweisung, alles was die Serviceabläufe betrifft, diese zu strukturieren etc.

Dein Fazit:
Insgesamt war es ein sehr interessanter Wettbewerb, eine tolle Reise, ein sehr schönes Haus. Ich bin stolz darauf, dass ich das east repräsentieren durfte!
Ich würde es jederzeit wieder machen und kann es nur jedem empfehlen.
Im nächsten Jahr würde ich mich gerne wieder bewerben und den Pott für uns, für das east, nach Hause holen. Also eine große Motivation!

www.gourmetresidenzen.net

Preis der großen Gastlichkeit in der AHGZ